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Strategie

Pricing-Strategie

Eine Pricing-Strategie definiert, wie Preise für Produkte festgelegt werden — basierend auf Kosten, Wettbewerb, wahrgenommenem Wert und psychologischen Faktoren.

Pricing ist einer der mächtigsten Hebel im E-Commerce: Eine Preiserhöhung von nur 1 % steigert den Gewinn im Durchschnitt um 8–11 %. Trotzdem setzen viele Shops ihre Preise rein kostenbasiert statt strategisch.

8–11 %Gewinnsteigerung durch nur 1 % Preiserhöhung. Pricing ist der profitabelste Hebel — noch vor Umsatzsteigerung oder Kostensenkung.

Pricing-Strategien im E-Commerce

StrategiePrinzipIdeal für
KostenbasiertKosten + AufschlagRohstoffhandel, B2B
WettbewerbsbasiertOrientierung am MarktpreisStandardprodukte, Marktplätze
WertbasiertPreis nach wahrgenommenem WertPremium-Marken, D2C
PenetrationNiedrige EinstiegspreiseMarkterschließung, Neuprodukte
SkimmingHohe Startpreise, dann sinkendInnovation, Early Adopter
Psychologisch29,99 statt 30 €, Anker-PreiseB2C, alle Branchen

Psychologisches Pricing

  • Charm Pricing: 9,99 statt 10 € — der meistgenutzte Pricing-Trick im E-Commerce.
  • Anker-Effekt: Durchgestrichener Originalpreis macht den Angebotspreis attraktiver.
  • Decoy Pricing: Ein mittleres Angebot lässt das teure Angebot wertiger erscheinen.
  • Bundle Pricing: Paketpreise suggerieren höheren Wert als Einzelpreise.

A/B Testing von Preisen

Vorsicht bei Preis-A/B-Tests

Preis-A/B-Tests sind rechtlich heikel (Gleichbehandlung) und können Vertrauen untergraben. Teste stattdessen die Preisdarstellung (z. B. „1,66 €/Tag" statt „49,99 €/Monat"), Shipping-Thresholds und Bundle-Konfigurationen.

Omnibus-Richtlinie beachten

Seit 2022 gilt in der EU: Bei Rabatten muss der niedrigste Preis der letzten 30 Tage als Referenz angegeben werden. Tools wie Prisync oder Bold Discounts helfen bei der automatischen Compliance.

Häufige Fragen